Lastspitzenkappung (Peak Shaving)
Berechnung und strategische Bedeutung für Industrieunternehmen
Was ist Lastspitzenkappung und warum entstehen Lastspitzen in der Industrie?
Lastspitzenkappung oder auch Peak Shaving beschreibt die gezielte Reduktion kurzfristiger, hoher Lastspitzen, um die vertraglich relevante Höchstlast und damit die Leistungspreise zu senken. Lastspitzen sind kurzzeitige, starke Leistungszunahmen, wenn mehrere energieintensive Verbraucher gleichzeitig oder unkoordiniert laufen – häufig beim Anfahren von Maschinen, Schichtwechseln oder Produktionsspitzen. Diese Spitzen bestimmen die maßgebliche Höchstlast eines Unternehmens und damit die jährlichen Leistungspreise, die einen wesentlichen Kostenfaktor im Strombezug von Industrieunternehmen darstellen.
Je nach Netzgebiet liegen Leistungspreise beispielsweise bei 167 €/kW – weshalb die Verringerung der Spitzenlast signifikante Einsparungen ermöglicht.
Industriespeicher als Schlüsseltechnologie
Die Berechnung stützt sich auf mehrere interne sowie externe Daten und zeigt deutlich, welches Potenzial zur Energiekostensenkung allein durch das Kappen von Lastspitzen ermöglicht wird:
- aktuelle maximale Spitzenlast (kW)
- mögliche Reduktion durch Speicher (kW)
- regionaler Leistungspreis (€/kW)
- Speicherleistung & -kapazität (kW / kWh)
- Speichereinsatzdauer (min)
Die folgende Beispielrechnung zeigt das große Potenzial der Lastspitzenkappung:
Reduktion der Spitzenlast um 200 kW × 167 €/kW = 33.400 € Einsparung pro Jahr (zuzüglich reduzierter Netzentgelte & weit
Wann lohnt sich Lastspitzenkappung besonders?
Die genaue Betrachtung der Lastprofile sowie der externen Daten ist entscheidend für eine wirtschaftliche Entscheidung, dennoch gibt es klare Indikatoren, die für Lastspitzenkappung sprechen.
- bei hohen Leistungspreisen (z. B. >150 €/kW)
- bei stark schwankenden oder schwer prognostizierbaren Lastprofilen
- bei Produktion mit Energiepulsen (Fräsen, Pressen, Schmelzen, Kälteanlagen)
- wenn ein Energiespeicher bereits vorhanden ist oder geplant wird
- bei hohen Netzentgelten