E-LKW vs. Diesel-LKW:
Welche Lösung lohnt sich für die Logistik?
11. September 2025 | News
Ökologische Vorteile haben auch ökonomischen Nutzen
Die ökologischen Vorteile von E-LKWs sind zugleich handfeste ökonomische Vorteile: Sie ermöglichen niedrigere CO2-Abgaben und helfen dabei, steigende Anforderungen von Kunden zu erfüllen. Ein Diesel-LKW verursacht bei der Herstellung rund 27,5 Tonnen CO2, ein E-LKW etwa 53,6 Tonnen. Doch höhere Anfangsbelastung gleicht sich jedoch schnell aus: Ab einer Laufleistung von 33.000 bis 68.000 Kilometern – je nach verwendetem Strommix – stößt der E-LKW insgesamt weniger Treibhausgase aus. Er verursacht zusätzlich keine Abgase, reduziert den Feinstaubausstoß und senkt den Ressourcenverbrauch deutlich. Damit wird Klimaschutz zum wirtschaftlichen Argument.
Weitere wirtschaftliche Vorteile durch Elektrifizierung
Beispiel aus der Praxis
Aus den zuvor genannten Werten lässt sich beispielhaft folgender Kostenvergleich ableiten: Betrachtet werden ein Mercedes Actros V 2545 (Diesel) und ein Mercedes eActros 600 (elektrisch). Die Anschaffung des E-LKWs ist wie erwartet teurer. Pro Tag liegen die Gesamtkosten bei 267,60 Euro – 51 Prozent mehr als beim Diesel mit 177,30 Euro. Doch bei den laufenden Kosten zeigt sich ein anderes Bild: Während der Diesel 221,10 Euro Maut pro Tag kostet, ist der E-LKW in Deutschland bis 2031 von der Maut befreit. Beim Energieverbrauch lag der E-LKW bei 220,70 Euro täglich, der Diesel bei 251,10 Euro. In der Summe beliefen sich die Tageskosten auf 488,20 Euro beim E-LKW und 649,50 Euro beim Diesel. Auf Monatsbasis ergibt das 9.764 Euro gegenüber 12.989,80 Euro. Hochgerechnet aufs Jahr spart der elektrische LKW knapp 40.000 Euro – ein starkes Argument für die Wirtschaftlichkeit der neuen Technologie.
Mercedes e Actros 600
- Kosten pro Tag
- Anschaffung: 267,60 €
- Kraftstoff: 220,60 €
- Maut: 0,00 €
Mercedes Actros V2545
- Kosten pro Tag
- Anschaffung: 177,30 €
- Kraftstoff: 251,10 €
- Maut: 221,10 €
Maximale Wirtschaftlichkeit durch ein ganzheitliches und intelligentes Energiesystem
Neben der Investition in einen elektrischen Fuhrpark trägt ein ganzheitliches und intelligentes Energiesystem entscheidend dazu bei, die Betriebskosten weiter zu senken. Ein solches System ermöglicht nicht nur eine autarke Energieversorgung, sondern macht den Einsatz von E-LKWs noch wirtschaftlicher und verkürzt die Amortisationszeit zusätzlich. Natürlich ist auch in ein solches System zunächst zu investieren. Doch auf mittlere und lange Sicht lassen sich damit die Energiekosten erheblich senken – nicht nur im allgemeinen Unternehmenskontext, sondern auch im Bereich der „Treibstoffkosten“ für den elektrischen Fuhrpark. Durch die Kombination verschiedener Komponenten innerhalb eines intelligenten Energiesystems erhält das Unternehmen stets den günstigsten verfügbaren Strompreis. Mit einem System von Greenflash liegt dieser bei nur 4 bis 12 Cent pro Kilowattstunde. Rechnet man mit einem Preis von acht Cent und einem Verbrauch von 200 Kilowattstunden auf 100 Kilometern, entstehen lediglich 16 Euro Stromkosten auf dieser Strecke. Damit sinken die Kosten im Vergleich zum E-LKW ohne Energiesystem um mehr als 20 Euro und im Vergleich zum Diesel-LKW sogar um 44 Euro pro 100 Kilometer. Bei einer Amortisationszeit von drei bis fünf Jahren würde sich eine Doppelinvestition – also in Fuhrpark und Energiesystem – bereits mittelfristig bezahlt machen. Zudem produziert man nun unabhängig vom Marktpreis günstig Strom für alle Unternehmensbereiche. Dank der intelligenten Steuereinheit wird die Energie zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zum besten Preis bereitgestellt. Das KI-gesteuerte System sorgt dafür, dass – insbesondere in Kombination mit einer gekoppelten Ladeeinheit – der Strom immer dort verfügbar ist, wo er am meisten gebraucht wird.
Fazit
Die Elektrifizierung der Schwerlastflotte ist zunächst eine Investition. Langfristig überholt der E-LKW den Diesel auf beiden Ebenen deutlich. Der volle Nutzen der E-LKWs entfaltet sich jedoch erst in Kombination mit einem intelligenten Energiesystem. Es ermöglicht planbare Ladevorgänge, senkt Energiekosten und stärkt die Wirtschaftlichkeit. So wird aus der Umstellung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil – mit mehr Unabhängigkeit und stabilen Betriebskosten.
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